AEG

Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft 

Die AEG hatte bereits 1912 mit dem Bau von Flugzeugen auf dem früheren Flugplatz Teltow bei Berlin begonnen. 1913 führte sie erstmals für Deutschland die Metallbauweise ein. Sie verwendete bei ihren Flugzeugen für das Rumpfgerüst nahtlos gezogene Rohre, die verschweißt wurden. Später wurden auch Flügelholme nach diesem System gebaut. Eine weitere Pionierleistung des AEG-Flugzeugbaues war die Einführung klappbarer Flügel. Während des Ersten Weltkrieges wurden die Fertigungsstätten nach Berlin-Henningsdorf verlegt, wo eine eigene Startbahn von drei Kilometer Länge geschaffen wurde. Gegen Ende des Krieges schließlich siedelte das Werk nach Johannisthal über. Als Kriegsmaschinen sind einige Großbomber besonders bekannt geworden, so der AEG G. IV. 1919 mußte die AEG durch die Maßnahmen des Feindbundes den Flugzeugbau schließen, die Belegschaft wurde größtenteils von der zum Werk gehörenden Lokomotivabteilung übernommen. Ein neuer Flugzeugbau wurde jedoch nicht vor 1933 aufgenommen, als ein elektrischer Hubschrauber entwickelt wurde. Neben diesen reinen Entwicklungsarbeiten, die in Berlin stattfanden, besaß die AEG in Wildau bei Königswusterhausen eine leistungsfähige Werkanlage, in der unter anderem Leitwerke für Ju 88, 188 und 388 hergestellt und repariert wurden. AEG-Hubschrauber 1933 entstand nach den Plänen von R. Schmidt ein Hubschrauber, der als gefesselte Beobachtungsplattform gedacht war. Er besaß zwei koaxiale Rotoren mit verschiedenen Durchmessern, von denen der obere mit 7,93 m Durchmesser der größere war. Der Antrieb erfolgte durch einen 50-PS-Elektromotor. Die Versuche zogen sich bis 1936 hin, wurden dann jedoch abgebrochen, weil das Aggregat zu schlechte Stabilitätseigenschaften zeigte. 1940 begannen neue Versuche. Diesmal besaßen beide Rotoren 7,93 m Durchmesser bei einer Motorleistung von 50 PS. Die Leistung des Elektromotors wurde später auf 100 PS bei 310 Rotorumdrehungen je Minute und zuletzt bis auf 200 PS bei 450 min-’ gesteigert. Dadurch konnte die ursprüngliche Hubkraft von 450 kg auf 1250 kg erhöht werden. Der Hubschrauber wurde auf einem Lastkraftwagen transportiert, der auch das Fesselgeschirr und die Elektroanlage (2000 Volt Spannung für den Hubschraubermotor) trug. Zum praktischen Einsatz ist der AEG-Hubschrauber nicht gekommen.

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Hubschrauber­zentrum e.V.

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